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Ayutthaya - Stadt der KönigeHallo Ihr lieben Zuhause Gebliebenen … Unsere Visa für Myanmar sind beantragt, das Reisebüros versichert uns, dass die Einreisestempel und die Reisepässe in vier Tagen abhohlbereit sind. Da bleibt uns genügend Zeit für einen Abstecher nach Ayutthaya in die ehemalige Königsstadt.
Zunächst sind Elke und ich total endtäuscht: das hier soll eine Königsstadt sein, denn im Verhältnis zu Bangkok ist Ayutthaya ein Dorf. Im Gästehaus Ban Lotus beziehen wir Quartier, ein alt ehrwürdiges Holzhaus im traditionellen Thaistil. Dahinter befindet sich ein schöner Teich mit Seerosen und Lotusblüten, über den eine Brücke zu einer überdachten Holzplattform führt, ein Ort der Ruhe und Stille. In unserem Schlafgemach ist es angenehm kühl, was die herumschwirrenden Moskitos nicht davon abhält, Jagd auf uns zu machen. Deshalb hängt Elke zuerst einmal unser Moskitonetz auf, damit wir in der Nacht von diesen Biestern nicht gestochen werden. Die Holzwände sind allerding nicht sehr dick und so bekommen wir alles mit, was in diesem schönen Holzhaus so alles passiert: vom Hustenanfall meines Nachbarn über das Schnarchen eines anderen Herrn bis zum gemeinsamen Duschen eines Paares mit anschließendem Liebesakt. Als die Sonne durch unser Fenster blinzelt, erklärt mir Elke, dass wir heute Ayutthaya zu Fuß erkunden. Ich hatte eigentlich mit einer lockeren Fahrradtour gerechnet. Naja, sag ich zu mir, so groß können die Tempelanlagen ja wohl nicht sein.
Das hätte ich nicht gedacht, dass wir hier auf so eine große Kulturstätte treffen. Deshalb mache ich mich erstmal schlau, was Morgen so alles auf mich zukommt. 417 Jahre lang war Ayutthaya die Königsstadt des siamesischen Reiches, bis sie irgendwann um 1767 von den Burmesen zerstört wurde. 33 Könige regierten hier, sie ließen 375 prunkvolle Tempel, 29 Festungen und 94 Eingangstore errichten. Das alles wurde auf einem riesigen Areal erbaut, das heute von Feldern und Wohnhäuseren umgeben ist. Diese historische Stadt Ayutthaya wird vom Zusammenfluß dreier Flüsse umgrenzt, was dieser Stadt ein zusätzliches Flair verleiht. Ich muß gestehen, dass mich das ganze sehr beeindruckt und mit dem Fahrrad lässt sich alles viel entspannter besichtigen. Jetzt verstehe ich, warum so viele Touristen hierher fliegen, um sich nach einem Langstreckenflug einfach nur zu akklimatisieren.
Am nächsten Morgen verlassen wir die Stadt Ayutthaya, die auf jeden Fall eine Reise wert ist, in Richtung Bangkok. Unser erster Weg führt ins Reisebüro, wo wir von einer netten Dame, unsere Visa für Myanmar und unsere Flugtickets ausgehändigt bekommen. Am Abend gehts zu unserer Lieblingsgarküche. Elke bestellt sich gebratenes Gemüse dazu einen Red Snapper mit Knoblauch, Ingwer und Chillischote und ich nicht ganz so scharf gebratenen Tintenfisch in einer Gemüsesoyasoße, dazu ein frisch gezapftes Bier in Plastikbechern. Elke und ich freuen uns, dass alles so gut funktioniert hat, wir sind gespannt, was in Myanmar alles auf uns zukommt. Mit den liebsten Grüßen
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